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BeitragVerfasst: Fr 28. Aug 2015, 12:32 
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Registriert: Do 27. Aug 2015, 20:20
Beiträge: 6
zunächst einmal Hallo liebe Foren-Gemeinde,
mein Name ist Flopp und ich bin Neuling in diesem Forum. Ich habe mich angemeldet, da ich seit kurzem eine schöne alte Musiktruhe besitze, sie aber nicht 100%ig funktioniert und ich hoffe, dass ihr mir weiterhelfen könnt.

Es handelt sich um die Musiktruhe Meran von Kuba Imperial. anbei ein paar Fotos von dem StückIch würde gern heruasfinden, ob sie noch was taugt und ob es sich lohnt die rechte Seite zu einer Bar umzubauen. An sich ist die Truhe in keinem schlechten zustand. Seitlich blättert der Lack etwas ab und rechts war ein 70er Jahre Fernseher (Nordmende Triabolo) verbaut, den ich schon ausgebaut habe. Dort möchte ich eine kleine Bar einbauen.

das Radio funktioniert einigermaßen. Bei UKW bekomme ich nur ca. drei Sender rein. Die maximal Lautstärke ist ziemlich schwach. Wenn man bei Radio-Betrieb an die Zierleisten des Gehäuses fast, wird es um ca 1/3 lauter.

Was den Plattenspieler anbetrifft, der funktioniert und die Wiedergabe-Lautstärke ist auch mind. 10 mal lauter als bei Radio-betrieb. Leider ist der Klang nicht besonders, die Stimmen und der Gesang hören sich kratzig an irgendwie….

weiß jemand zufällig ob das normal ist, dass das Radio deutlich leiser ist als die Platte?

und wegen dem scheppernden/kratzenden Klang, wie könnte ich auf Fehlersuche gehen? ich dachte zunächst zu untersuchen ob der Fehler am Verstärker oder am Abnehmer liegt. macht es Sinn über den Tonband-Ausgang das Signal auf meinen Yamaha-Transistoren-Verstärker zu leiten und darüber wiederzugeben? Wenn es sich dann gut anhört, wüsste ich doch dass es an dem Verstärker der Musiktruhe liegt, oder geht das Signal nicht direkt von Abnehmer zum Tonband-Ausgang?

Ich würde mich sehr über Tips freuen, wie ich die Truhe weiter testen kann bzw. heruasfinden kann, warum der Klang der Platte so kratzig/scheppernd ist.

Liebe Grüße, Flopp


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BeitragVerfasst: Fr 28. Aug 2015, 17:19 
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Beiträge: 484
Wohnort: 67269 Grünstadt/Pfalz
Hallo Flopp,
willkommen im TF Technikforum. Dein Telefunken Radio ist heute Mittag angekommen. Schaue mir das morgen mal an.
Die Kubatruhe müsste diese hier sein: http://www.radiomuseum.org/r/kuba_meran.html Die hat das 609er Chassis.
Kann der Plan hier passen? http://www.radiomuseum.org/r/imperial_v ... 609_1.html

Befindet sich in der Truhe ein Schaltplan?

Hat Jupp oder Burkhardt vielleicht ein Plan davon?

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Viele Grüße aus der Pfalz
Gery
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BeitragVerfasst: Fr 28. Aug 2015, 17:45 
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Registriert: So 3. Nov 2013, 15:54
Beiträge: 88
Hallo Flopp
Hier ein paar Tipps für die Reparatur Deines Radios . Sicherlich müsstest Du als erstes die Teerkondensatoren in dem Gerät austauschen ,denn die verändern die Werte enorm . Dann ist das Gerät auch betriebssicher . Das geht noch ohne Schaltplan . Gegebenfalls sind Röhren im HF Teil schwach ,Daher leiser Empfang und wenig Sender . Man braucht schon gute Kenntnisse um ein Gerät fachgerecht instandzusetzen . Da der Plattenspieler nicht sauber klingt hört sich nach verschmutzter oder abgenutzter Nadel an ,die solltest Du zuerst prüfen ggf erneuern .

Wünsche Dir guten Erfolg ,bei Fragen einfach hier schreiben .

Beste Grüße
Radiodoktor


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BeitragVerfasst: Fr 28. Aug 2015, 17:59 
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Beiträge: 484
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Haha was ein Zufall. Schaut mal was ich gerade in meinem Radiolager gefunden habe, ein Kuba 609 W :-D

Wenn ich ja nicht so viele Baustellen momentan hätte.


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BeitragVerfasst: Fr 28. Aug 2015, 21:05 
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Registriert: Do 27. Aug 2015, 20:20
Beiträge: 6
Hallo ihr zwei.
Danke für eure Antworten und Hilfsbereitschaft.

ein Plan ist leider nicht im Gehäuse.
was ist ein HF-Teil? und wäre der Tausch der Röhren teuer? den Aus- und Einbau würde ich denke ich selbst hinbekommen, wenn ich weiß welches Teil es ist und was ich kaufen muss. sind solche Röhren denn teuer?

also eigentlich gibt es ja erstmal zwei Probleme: 1. das Radio hat nur wenig Sender und eine geringe Lautstärke und 2. der Plattenspieler hat einen schlechten Klang.

zu 1. könnten da die Teerkondensatoren schuld sein? ich verfüge über einen Lötkolben und ein Multimeter. Allerdings habe ich nicht viel erfahrung in Elektrotechnik. ich bin eher der Mechaniker ;) also ich weiß nicht mal wie Teerkondensatoren aussehen geschweigendenn wie ich sie finden und messen soll. aber wenn ihr mir irgendwie erklären könnt, welche die sind, kann ich die sicher ersetzen. bei mir um die Ecke ist auch ein gut sortierter Elektro-Teile-Handel.

zu 2. um herauszufinden ob es am Verstärker oder dem Abnehmer liegt wäre es sicher eine Möglichkeit die Nadel zu ersetzen. Die kostet allerdings schonmal 50 Euro (vermute das das etwa der Wert der Truhe (im aktuellen Zustand) ist). http://www.plattennadel.de/shop/dual-cds-520/
Was haltet ihr von meiner Idee mit dem Tonband-Ausgang? Wäre es möglich das Signal über den Tonbandausgang auf meinen Yamaha Verstärker (CA-710) zu leiten und mal Probe zu hören? Wenn es dann besser klingt sollte es ja am Verstärker liegen und nicht an der Nadel - oder kann man das nicht so einfach machen, weil das Signal nicht vom Abnehmer direkt zum Tonbandausgang geht?

achja, was mir noch aufgefallen ist: der Verstärker steht auf einem Brett, dass mit einer schwarzen oder grauen Farbe bestrichen ist. Wenn man an dieses Brett, also die Farbe berührt, dann wird das Radio auch lauter. und generell brummt das ganze Gerät auch ziemlich.

Liebe Grüße und eine gute Nacht, Flopp


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BeitragVerfasst: Di 1. Sep 2015, 14:06 
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Beiträge: 484
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Hallo Flopp,
sorry für die späte Antwort. Also da ich ja auch ein Schallplattenfan bin und die Scheiben teilweise selten geworden sind, werde ich nen Teufel tun und die Platten auf einer Plattenfräße zu bearbeiten.
Für meine Platten benutze ich entweder einen Audio Reflex von ags oder einen neuen von Dual.
Von der Qualität her sind die Dual-Dreher aus den 70er-90er am besten da sie noch in Deutschland produziert sind.

Mit den Papier Kondensatoren von der Kuba Truhe ist das ein wenig schwierig zu überprüfen ob sie noch in Ordnung sind. Mit einem einfachen Widerstandsmessgerät das im mV Bereich misst, sind die Ergebnisse alle für die Tonne. Du braucht dafür ein Isolationstester der mit 200V-1000V misst.
Bei so alten Geräten werfe ich die Papierkondensatoren grundsätzlich komplett raus damit ich möglichst lange Freude an dem Gerät habe. Das funktioniert ganz einfach. Du wechselst Stück für Stück die Kondensatoren aus und nach jedem ausgetauschten Kondensator machst du eine Einschaltkontrolle.
So merkst du gleich wenn das Radio gar nicht spielt, dass es an dem letzten getauschten Kondensator liegt.
Die Kondensatoren bekommst du zum Beispiel bei http://www.shop.antikradio-restored.de/
Hier hat Burkhardt mal ein Bild von den bösen Kondensatoren gemacht: viewtopic.php?f=37&t=504 solche müssen raus.

Die Funktionstüchtigkeit der Röhren hatte ich früher als ich noch kein Röhrenprüfgerät hatte, mit Vergleichsröhren überprüft von denen ich genau wusste das sie in Ordnung waren. Auch kann man die von einem zweiten funktionsfähigen Radio testweise um stecken.

HF bedeutet Hochfrequenz und die ums mal grob zu erklären krabbelt von der Luft aus in die Antenne des Geräts. Dort wird dann selektiert, verstärkt, gemischt und gefiltert bis ein Tonsignal raus kommt. Dieses schwache Tonsignal NF - Niederfrequenz wird mit einer Vorverstärkerröhre vorverstärkt und mit den Endstufenröhren soweit verstärkt bis es für die Lautsprecher reicht die Papiermembran zu bewegen und Töne erzeugt werden.

Da wir jetzt aber nicht in der Lage sind einen Plan zu besitzen, wird es schwierig die Spannungs Kontrollpunkte mit einem Multimessgerät zu überprüfen.

Den Tonbandausgang kannst du mit dem Verstärker verbinden. Da musst du mal testen. Da das Kristallsystem hydroskopisch ist, muss man bei den alten Tonabnehmern schon ein wenig Glück haben das die einwandfrei funktionieren.

Das sich die Lautstärke ändert wenn du das Radio berührst liegt an einem Defekt im HF-Bereich. Das Brummen kann von einem defekten Gleichrichter und / oder von defekten Glättungskondesatoren kommen.

An deinem anderen Radio bin ich dran, da herrscht ein Defekt im NF-Bereich. Wenn wir Glück haben ist nur der Germaniumendstufentransistor AF137/20 beschädigt. Ich muss aber erst mal meine alten Baustellen abschließen bevor ich mir da mehr Zeit dafür nehmen kann.

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Viele Grüße aus der Pfalz
Gery
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BeitragVerfasst: Di 1. Sep 2015, 15:48 
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Beiträge: 6
Zitat:
Also da ich ja auch ein Schallplattenfan bin und die Scheiben teilweise selten geworden sind, werde ich nen Teufel tun und die Platten auf einer Plattenfräße zu bearbeiten.

nur damit ich das richtig verstehe - du meinst, dass der Plattenspieler die Platten zerstört? weil er generell schlecht ist? ich habe vor ein paar tagen eine neue Nadel bestellt: Dual DN3. Zerstört er auch mit der neuen Nadel die Platten?

Mh... hört sich nach keiner leichten Aufgabe an, das Ding zu reparieren... Werde mich mal umhören, ob es jemand hier in der Gegend gibt, der sowas noch macht.

Grüße Flopp


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BeitragVerfasst: Di 1. Sep 2015, 22:34 
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Beiträge: 484
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Hallo Flopp,
die Auflagekraft ist enorm hoch und verschleißt die Platten schneller als ein moderner Dreher mit geringerer Auflagekraft. Für seltene Platten würde ich ihn nicht einsetzen. Mit einem neu geschliffenen Abnehmer ist die Gefahr geringer die Platte ab zu nutzen.

Was bleibt, ist die enorme Auflagekraft. Ich benutze meine alte Dreher wenn ich mal eine Schellakplatte hören möchte. Auch läuft mal eine Schlagerplatte. Platten die sehr wertvoll sind, habe ich eh schon auf eine Bandmaschine überspielt und lausche eh lieber der Kopie.

Ja warum Bandmaschine und kein digitales Medium? Ganz klar weil Analog das gesamte Frequenzspektrum wieder gibt und auch enorme Bandbreite besitzt.

Ein kleines Bling von der Triangel, über die Streicher, bis zum Bumm der Pauke.

Das alles muss zu hören sein wenn man nicht gerade live in ein Konzert gehen kann oder möchte.

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Viele Grüße aus der Pfalz
Gery
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BeitragVerfasst: Do 3. Sep 2015, 16:36 
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Beiträge: 6
Hallo Gery,

so, ich habe der Musiktruhe jetzt noch etwas Zeit gewidmet:

Mit der neuen Nadel ist der Klang des Plattenspielers deutlich besser. Auch der Phono-Eingang funktioniert sehr gut. lediglich ein leichtes Hintergrundbrummen ist bei leiser/keine Musik zu hören.

Ich hätte Lust das Ding wieder richtig in Stand zu setzen. Ich wollte dich daher fragen, ob du/ihr mich vielleicht für ein paar, der für mich durchführen Arbeiten, per Ferndiagnose unterstützen möchtet? Ich könnte die entsprechenden Kondensatoren tauschen, wenn ihr mir sagt welche es sind. Vielleicht können wir das per Fotos machen. und Gery du hast ja ein baugleiches Model bei dir stehen.

Super fände ich es wenn ich wenigstens dieses Brummen loswerden könnte. Ich hab euch mal ein Video davon online gestellt: https://www.dropbox.com/s/gg1h8qsk4mjdz ... 8.AVI?dl=0

Gery du meintest, man müsste Gleichrichter und Glättungskondensatoren prüfen/tauschen. Kann ich die mit meinem Multimeter prüfen oder vielleicht besser einfach direkt austauschen?

Evtl. könnte ich auch einfach alle von diesen Papierkondensatoren tauschen. Messen kann ich sie in dem Fall nicht mit meinem Multimeter. aber alle zu tauschen ist ja scheinbar auch kein Fehler. Löten kann ich ja... Wieviele sind das denn so?

Was meint ihr?

Grüße Flopp


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BeitragVerfasst: Do 3. Sep 2015, 17:29 
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Registriert: Do 27. Aug 2015, 20:20
Beiträge: 6
ah und dann habe ich noch zwei Fragen zum Tonbandausgang an der Rückseite:

Ich habe da an diese 5 polige Din Buchse einen Adapter angeschlossen von Din auf Chinch. Da kommen als vier Chinch raus.

1. ich dachte zwei Chinch sind als Eingang und zwei als Ausgang gedacht. komischerweise scheinen aber nur zwei als Ein UND Ausgang zu funktionieren. Nur wenn ich beim gelben und schwarzen Chinch etwas anschließe kommt sowohl Sound raus als auch rein.

2. wenn ich den Plattenspieler nutzen will und etwas beim Tonbandausgang angeschlossen ist, also zum beispiel mein Laptop über Klinke kommt kein Ton raus. erst wenn ich die Klinke rausziehe kommt Ton. D.h. ich kann zum Beispiel nicht meinen bluetooth Empfänger angeschlossen hinter/ in der Truhe liegen lassen, da ich sonst keine Platten hören kann. ist das normal so?

Liebe Grüße, Flopp


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